
Foto: Die Abbrucharbeiten am Molkereiareal bei der ehemaligen Topferei (weiße Halle) starten im heurigen Winter
Stadtgemeinde Mank
Im Rahmen seiner 11. Sitzung am 24. September beschloss der Gemeinderat den Verkauf der nächsten Etappe und den Abbruch des ersten Bauteiles am Molkereiareal sowie die Erhöhung der Wassergebühren.
Molkerei: Grundverkauf an GEDESAG und Abbruch ehemalige Topferei
Das Molkereiareal und die angrenzenden Flächen wurden vor rund 10 Jahren von der Gemeinde angekauft und mit der BOKU, Donauuniversität sowie GEDESAG und Architekt Dollfuß entwickelt. „Die Früchte dieser Arbeit können wir nun ernten“, freut sich Bürgermeister Martin Leonhardsberger. Durch den Grundverkauf ist der Umbau des Hauses für die Kindergruppe Schmetterling, das Kranfahrzeug der Feuerwehr, Reserven für den Hauptplatz oder der neue Gemeindetraktor finanziert.
Mit dem Begegnungspark ist am Molkereiareal schon der erste Schritt umgesetzt, ein Bauabschnitt wurde bereits an die GEDESAG verkauft, nun folgt der 2. Bauabschnitt mit rund 4.500 Quadratmetern. In 2 Jahren soll der nächste Grundverkauf folgen. „Mit dem Areal ist die umweltschonende Stadtentwicklung in den nächsten Jahrzehnten gesichert und wir haben Reserveflächen für Kindergarten und künftige Entwicklungen.“ fasst der Bürgermeister die vorausschauende Planung zusammen. Ohne die Stimmen der FPÖ-Fraktion wurde der Grundverkauf beschlossen – die Gemeinde solle Wohnungen selber bauen und Flächen für eigene Projekte zurückhalten, schlug Gemeinderat Hubert Groiss vor. Bis Ende 2028 muss die Stadtgemeinde die Infrastrukturleitungen und die Baustraße am Areal schaffen. Der Abbruch des ehemaligen Topfereigebäudes startet im heurigen Winter: die Firma Thir wurde um 138.600€ mit den Arbeiten einstimmig beauftragt. Nach der Errichtung der letzten beiden GEDESAG-Wohnhäuser am alten Sportplatz ist ein Baustart am Molkereiareal ab 2030 realistisch.
Wasserpreis wird erstmals seit 1994 erhöht
Täglich werden in Mank rund 350.000 Liter Wasser aus den 3 Brunnen in Hörsdorf gepumpt. Das Wasser stammt aus dem 2. Grundwasserhorizont und wird mit physikalischen Filtern aufbereitet, bevor es in das 42 Kilometer lange Netz geht. Das Manker Netz hat auch der heurigen Hitzewelle standgehalten. Für die Sicherung der Versorgung ist ein weiterer Tiefbehälter beim Wasserwerk geplant und auch die Erschließung des Molkereiareals ist eine große Investition. Daher wird der Manker Wasserpreis von 1,20 auf 1,50 Euro je Kubikmeter angehoben und auch der Satz für die Bereitstellung auf 40€/Kubikmeter und Jahr angehoben. Der durchschnittlich Manker Haushalt mit 2,6 Personen und 140 Litern Wasserverbrauch pro Person und Tag muss mit rund 100 Euro an Mehrkosten pro Jahr rechnen. „Wir verfügen trotzdem über den mit Abstand niedrigsten Wasserpreis in der Region“, erklärt Stadtrat Wolfgang Ammerer. Zum Vergleich: in den Gemeinden der Region Mank liegt der Wasserpreis zwischen 1,8 und 2,53 Euro je Kubikmeter, die Bereitstellungsgebühr beträgt 36,0 - 49,5 Euro. Die SPÖ ist zwar für die Erhöhung des Wasserpreises aus Umwelt- und Lenkungsgründen, sieht aber in der Erhöhung der Bereitstellungsgebühr eine zu hohe Belastung kleiner Haushalte. Sie stimmte daher gegen die Erhöhung, ebenso Gemeinderat Hubert Groiss.
Am Freitag, 23. Oktober findet von 14.00-17.00 Uhr ein Tag der offenen Tür in Kläranlage und Wasserwerk statt. In einem GemeindeTV-Beitrag wird das Manker Wassernetz portraitiert:
https://www.gemeindetv.at/mediathek.so_funktioniert_die_wasserversorgung_in_mank?v=10103
Die weiteren Beschlüsse
Der Rechnungsabschluss 2025 der GMO Glasfaser GmbH wurde dem Gemeinderat zur Kenntnis gebracht. Im heurigen Jahr wurden in Mank 10,7 Kilometer Leitungen verlegt. Im kommenden Jahr folgt die nächste Etappe mit 14,4 Kilometer Leitungen in Loitsbach, Loitsdorf, Ritzenberg, St. Haus, Kälberhart, Pichlreit, Hörsdorf und Wolkersdorf. Die Glasfaserleitung über den Hagberg wurde von der nöGIG um 1.533€ durch die Gemeinde angekauft.
Im Rahmen des EU-Förderprogrammes LEADER soll ein Wanderweg von Melk nach Mariazell zum längsten Friedensweg der Welt geschaffen werden. 9 Gemeinden sind beteiligt, der Manker Beitrag in der Höhe von 1.989€ wurde einstimmig beschlossen.
Nachdem Marlene Gallistl ihren Mitvertrag im Rathaus gekündigt hat, weil sie ihre Praxis in die Feldgasse verlegt, übernimmt Frau Andrea Hieger aus Kilb am 1. Oktober die 30 Quadratmeter großen Räumlichkeiten im 1. Stock des Rathauses.
Die Schneeräumung durch die Straßenmeisterei in Schmidbach und Loitsdorf wird künftig um die Hälfte billiger – rund 580 Euro zahlt die Gemeinde an das Land NÖ künftig pro Jahr. Eine Gehsteigfläche im Ausmaß von 42 Quadratmetern in Großaigen wird vom Land NÖ an die Gemeinde verschenkt.
Der Rechnungsabschluss der Exel-Stiftung wurde von der Stiftungsbehörde zur Kenntnis genommen.
Der Prüfungsausschuss hat am 21. August eine unangemeldete Gebarungseinschau durchgeführt. Der Kassenbestand wurde mit 626.914€ festgestellt, die stichprobenartige Belegprüfung ergab keine Beanstandungen.
Zum letzten Sitzungsprotokoll gab es eine schriftliche Ergänzung von Stadträtin Maria Maier, diese wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt.
Zum Hauptplatz sind einige Schreiben bei der Gemeinde eingelangt: die Förderzusage für 195.000€ von LH-Stellvertreter Pernkopf, ebenso das OK von der Diözese für den Grundkauf von der Pfarre. Die BH Melk hat die Aufsichtsbeschwerde von Hr. Hikade abgewiesen – die Themen wie Gehsteigbreiten sind in der Verkehrsverhandlung zu klären. Auch bei der Volksanwaltschaft hat Hr. Hikade die Themen Gehsteigbreite beim Kriegerdenkmal und Schwammstadtprinzip eingebracht. Das Verkehrsgutachten für die Radwegführung am neuen Hauptplatz liegt ebenfalls vor: ein baulich getrennter Radweg macht aufgrund der vielen Abbiegevorgänge keinen Sinn, die geplante Reduktion auf Tempo 30 und die Führung der Radfahrer im Mischverkehr wurde bestätigt. Das Gutachten ist mit allen anderen Konzepten und Plänen auf der Manker Homepage verfügbar: https://www.mank.at/Mobilitaetskonzept_Mank